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Ehrung für Persönlichkeiten des Wiener Wohnbaus

Dr. Raimund Gutmann, Eigentümer von wohnbund:consult, Politikwissenschaftler + Stadtsoziologe, erhielt das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien. Die beiden Architekten Mag. Dieter Henke und DI Ernst Kopper wurden mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Ludwig nannte die drei Geehrten „fixe Größen in unserer Stadt, deren Know How und Kreativität beeindrucken“.

Dr. Raimund Gutmann

Dr. Raimund Gutmann wurde am 1. August 1952 in St. Margareten/Raab geboren. In Klagenfurt absolvierte er ein Lehramtsstudium für Englisch und Bildnerische Erziehung, danach in Salzburg das Studium für Politikwissenschaft und Publizistik. Ebendort war er auch als Studienassistent am Institut für Politikwissenschaft beschäftigt. Von 1984 bis 1989 hatte er die wissenschaftliche Leitung des Salzburger Instituts für Alltagskultur über. Seither war er immer wieder Lehrbeauftragter an den Universitäten Salzburg und Graz sowie an diversen Fachhochschulen.

Ab 1993 leitete Gutmann den „Österreichischen Wohnbund – Verein für wohnpolitische Innovation und gemeinschaftliches Wohnen“, danach baute er „wohnbund:consult“ als unabhängiges Einzelunternehmen auf. Mit diesem begleitete er beispielsweise Baugruppenprojekte sozialorganisatorisch und moderierend. Wichtige Themen sind jene der „sozialen Nachhaltigkeit“, der guten Nachbarschaft und das Generationenwohnen.

Gutmann war beteiligt an der Entwicklung der Solar-City Linz, vom Stadtwerk Lehen Salzburg, den Reininghaus-Gründen Graz, etc. In Wien brachte er sich unter anderem bei der Entwicklung des Nordbahnhofviertels ein, auch bei „so.vie.so“, einem Wohnprojekt im Sonnwendviertel, das den Wiener Wohnbaupreis 2015 erhielt. Die Stadt Wien greift immer wieder gerne auf die Expertise des Stadtsoziologen zurück.

Mag. Dieter Henke

Am 17. April 1952 wurde Mag. Dieter Henke im Tiroler Ort Kössen geboren. 1973 bis 1980 studierte er Architektur an der Akademie der Bildenden Künste, danach war er dort ein Jahr lang Assistent. Seit 1982 führt Dieter Henke gemeinsam mit Marta Schreieck ein Büro, das seither Architektur mit starker Innovationskraft entwickelt.

Zu den Wiener Werken zählen das Bürohochhaus Hoch Zwei und die benachbarten Büro- u. Geschäftshäuser “Rund Vier“ in der Leopoldstadt, der Erste Campus nahe dem neuen Hauptbahnhof, das Gebäude k 47 am Franz-Josefs-Kai oder auch die “Bruno Kreisky“-Volks-und Hauptschule in Simmering. Geplant ist außerdem das Hochhausprojekt Triiiple in Erdberg. Ferner entstanden vielerlei Projekte in den Bundesländern, z.B. in Kufstein (Fachhochschule), Hall (Private Hochschule, Parkhotel), Innsbruck (sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), etc. Das gemeinsame Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Bauherrenpreis, im Jahr 2000 mit dem Preis der Stadt Wien.

DI Ernst Kopper

DI Ernst Kopper wurde im Juni 1945 in Schulberg bei Graz geboren. Er studierte Architektur an der TU Graz, nach der Diplomierung folgten ein Studienaufenthalt in Rom sowie Praxis in München bei "Die Metastadt".

1975 bis 1984 war Kopper als Bereichsleiter in den Neubau des AKH Wien eingebunden. 1984 kam es zur Büroeröffnung mit Architekt DI Martin Köhler, der später verunglückte. Ab 1990 übernahm Kopper die alleinige Büroführung mit unterschiedlichen projektbezogenen Partnerschaften. Zahlreiche Wiener Wohn- und Sozialbauten, Industrie- und Bürobauten entstanden seither. Außerdem zeichnet Kopper für viele wissenschaftlich genutzte Bauten in Wien verantwortlich, unter anderem die Universitätsinstitute in der Dr. Bohrgasse oder das Hörsaalzentrum im alten AKH.

 

Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig ehrte am Mittwoch den Stadtsoziologen Raimund Gutmann sowie die Architekten Dieter Henke und Ernst Kopper.


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