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Jetzt anmelden: 21., Neu Leopoldau - BPL P

Siegerprojekt des dialogorientierten zweistufigen Bauträgerwettbewerbs „Neu Leopoldau – Junges Wohnen“. Auf dem ehemaligen Areal des Gaswerk Leopoldau entstehen auf 13 Bauplätzen rund 1.000 geförderte Wohnungen, davon ca. 330 SMART-Wohnungen. Ziel ist es speziell für die Bedürfnisse junger WienerInnen Wohnraum zu schaffen, der kostengünstig, qualitätsvoll und sozial nachhaltig ist. Geplant sind Wohngemeinschaften, eine Baugruppe und ein Kindergarten, Startwohnungen sowie Heimeinheiten für AlleinerzieherInnen, StudentInnen, Lehrlinge und Jugendliche.

Energiebündel – Wohnen für Junge und Junggebliebene

In Anknüpfung an die Geschichte des Ortes wird „Energie“ in den Mittelpunkt gestellt und so soziale Energie und das Miteinander aktivieren. Zahlreiche Initiativen in den Bereichen Urban Gardening und Gemeinschaftsgärten, aber auch die wachsende Zahl an Food Coops und Reparatur-Cafés u. ä. zeigen, dass viele junge Menschen ein erhöhtes Interesse daran haben, bewusst mit Lebensmitteln umzugehen, auf ihre ökologische und regionale Herkunft zu achten oder sie sogar selbst zu produzieren. Mit dem „Energiebündel – Wohnen für Junge und Junggebliebene“ wird das Interesse junger Menschen an einer ressourcenbewussten Lebensweise aufgegriffen und die BewohnerInnen des Bauplatzes sowie des gesamten Viertels werden dabei unterstützt.

  • Bauträger: BWSG und Frieden
  • Planung: Freimüller Söllinger Architektur / g.o.y.a.
  • Baubeginn: Frühjahr 2017
  • Bezugstermin: Frühjahr 2019 

Hinweis: Ab 14.6. können sich Wohnungssuchende mit einem Wiener Wohn-Ticket auf www.wohnberatung-wien.at für das Kontingent von BWSG in diesem Planungsprojekt eintragen. (Das Wohnungskontingent von Frieden folgt in den nächsten Wochen.)

Kurzbeschreibung

 

Das geförderte Neubauprojekt „Energiebündel“ auf Bauplatz P besteht aus sechs Gebäuden mit Fassadenbegrünung und insgesamt 266 geförderten Mietwohnungen, davon 77 SMART-Wohnungen mit Superförderung sowie drei Heimeinheiten für Jugendliche mit 20 Heimplätzen. „Der gelbe Flux“ durchquert den Bauplatz und bildet zwei eigenständige Ensembles aus, die „Mulde“ und die „Plattform“. Unterschiedliche Erschließungsstrukturen aktivieren die soziale Energie der BewohnerInnen. Jedes Haus wird zu einem eigenständigen Energietyp (Spannungsfeld, Energietwist, Wechselstrom, Gleichstrom, Akkumulator und Mikrospeicher). Anmietbare Büroflächen sorgen für die Belebung der Erdgeschoßzone.

Das Wohnungsangebot umfasst Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen in durchschnittlichen Größen von 38 bis 113 m² - alle mit privaten Freiflächen wie Balkon, Loggia oder Terrasse. Zusätzlich werden „Startwohnungen“ und zwei Heimcluster für Jugendliche/junge Erwachsene angeboten. Durch die anmietbaren Büros lässt sich hier auch hervorragend Wohnen und Arbeiten verbinden. Die Grundrisse sind flexibel und erlauben alltagstaugliche Anpassbarkeit. Die Wohnungstypen verändern sich mit jedem Haus, dies schafft eine enorm große Vielfalt an Wohnräumen, die durch schöne Aus- und Weitblicke punkten. Die Wohnzimmer sind mit hochwertigen Holzparkettböden ausgestattet.

Bauplatzübergreifende Grün- und Freiflächen sind für das gesamte Wohngebiet geplant. Ein internes Wegenetz verbindet die Bauplätze mit Gaswerkpark, Spielangeboten, Gymnastik- und Sportmöglichkeiten. Auf Bauplatz P werden drei Teilräume entwickelt, die das Leitthema des Projekts aufnehmen. Die soziale Mitte ist ein robuster, baumbestandener Platzraum, der mit den EG-Nutzungen der Pop-up Boxen und des Gemeinschaftsraums interagiert. Er bildet einen „Binnenplatz“ am gelben Flux, der über die soziale Mitte in den Park weiterführt. „Der gelbe Flux“ dient als Erschließungsbereich bzw. Wegverbindung sowie gemeinsame Frei- und Aufenthaltsfläche rund um die Gebäude mit Baumbepflanzungen, Sitzmöglichkeiten und Spielplätzen. Er durchquert den Bauplatz und bildet zwei eigenständige Ensembles – die „Mulde“ und die „Plattform“. Direkt vom Freiraum zugängliche „Boxen“ sind als temporäre Pop Ups angesiedelt. Diese bauplatzübergreifenden Gemeinschaftsräume liegen am gelben Flux und können als Café, Werkstatt, Atelier oder als Marktbereich genutzt werden. In einem der Pop Ups ist eine Food Coop mit einem Lebensmittellagerraum untergebracht. Eine Food Coop ist ein Zusammenschluss von Personen und Haushalten, die selbstorganisiert biologische Produkte direkt von lokalen Bauernhöfen, Gärtnereien, Imkereien etc. beziehen. Ein Urban Gardening-Bereich ist auf der Gemeinschaftsdachterrasse geplant. Neben Workshops zur Nutzung der Gemeinschaftsräumlichkeiten ist ein Besiedlungs- und Quartiersmanagement geplant. Vorgesehen ist ein „Quartiersdialog“ mit ca. vierteljährlichen Treffen aller Teams zur Sozialen Nachhaltigkeit, zur Abstimmung der Angebote sowie zur Planung gemeinsamer, bauplatzübergreifender Aktivitäten.

Der Bauplatz P bietet mehrere Fahrrad- und Kinderwagenabstellräume bzw. insgesamt 598 Fahrradabstellplätze. Das Mobilitätskonzept „Leo-Mobil“ ist Teil des Quartiermanagements. Neben der Hochgarage von Wipark am Bauplatz sind noch weitere Sammelgaragen im Quartier geplant.

Lage und Infrastruktur

Die Wohnhausanlage entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerk Leopoldau – zwischen Ruthergasse und Thayagasse. Eine Anbindung an die A22 gibt es über die Shuttleworthstraße. Mit den Autobussen 28A und 29A gelangt man sehr einfach zur U1/S-Bahn/Leopoldau und zum Verkehrsknoten Floridsdorf. Richtung Marchfeldkanal, Jedlersdorf bzw. Jedlesee kommt man mit den Autobussen 30A und 36A. Die S1 Richtung Gänserndorf und Meidling, die S2 Richtung Wolkersdorf bzw. Mödling sowie die S7 zum Flughafen Wien fahren von der Haltestelle Siemensstraße.

Gastronomie, Lebensmittelmärkte und Geschäfte des täglichen Bedarfs finden sich in der Umgebung. Leicht zu erreichen ist vor allem das Shopping Center Nord mit Einkaufs-möglichkeiten aller Art. Ärzte und Apotheken garantieren die medizinische Versorgung.

Nicht weit entfernt sind diverse Schulen und Kindergärten: eine Volksschule, Marco-Polo-Platz 9, eine Neue Mittelschule, Reisgasse 1 oder das Ella-Lingens-Gymnasium, Gerasdorfer Straße 103. Jüngere Kinder haben es zu Kindergärten der Stadt Wien, wie in der Schwanngasse 11 oder Scottgasse 8 nicht weit. Private Kindergärten wie „fingertips“ in der  Scherer Straße 16 bieten ebenfalls beste Betreuung.

Der Theresa-Tauscher-Park und der Floridsdorfer Wasserpark eignen sich hervorragend für Unterhaltung oder kleine Spaziergänge. Die Erholungsgebiete Alte Donau, Donaupark und Neue Donau liegen in unmittelbarer Nähe. Sportbegeisterte werden sich über die diversen Sportanlagen und die Albert-Schultz-Eishalle freuen.

Kosten

Für die 94 geförderten Mietwohnungen mit Eigentumsoption betragen die Eigenmittel voraussichtlich € 506/m² und die monatlichen Kosten ca. € 6,76/m².

Für 95 geförderten Mietwohnungen betragen die Eigenmittel voraussichtlich € 68/m² und die monatlichen Kosten ca. € 7,80/m².

Für die 77 SMART-Wohnungen mit Superförderung betragen die Eigenmittel voraussichtlich € 60,00/m² und die monatlichen Kosten ca. € 7,50/m².

Ein Garagenplatz ist für rund € 70,00 im Monat zu haben.


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