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Jetzt anmelden: 22., Podhagskygasse

Das Sofortprogramm in System- und Leichtbauweise für ein kostengünstiges temporäres Wohnen ist Teil der neuen Wohnbau-Offensive der Stadt Wien. Die Benutzungsbewilligung wurde gemäß §71 auf eine Dauer von zehn Jahren erteilt. Die optimierte Holz- und Leichtbeton-Bauweise ermöglicht eine leichte Umnutzung sowie Trennbarkeit der Bauelemente, die dann wiederverwertet werden können.

Temporäres Wohnen

Durch das Sofortprogramm entsteht flexibler und besonders kostengünstiger Wohnraum. Die variablen Holz-Module ermöglichen Flexibilität sowie ein klima- und ressourcenschonendes Bauen. Geplant sind auch Kooperationen mit Trägerorganisationen wie Caritas oder Fonds Soziales Wien. Rund zwei Drittel der Wohnungen werden über die Wohnberatung Wien vergeben. Das restliche Drittel wird als betreute Einheiten vom Fonds Soziales Wien vergeben.

  • Bauträger: Siedlungsunion
  • Planung: SIGS bauplanung
  • Baubeginn: Frühjahr 2017
  • Bezugstermin: Anfang 2018

Hinweis: Ab 9.8. können sich Wohnungssuchende mit einem Wiener Wohn-Ticket auf www.wohnberatung-wien.at für dieses Planungsprojekt eintragen.

Kurzbeschreibung

Das Projekt entsteht in Holzmodul-Bauweise und besteht aus sieben Gebäuden, die versetzt zueinander aufgestellt sind, mit insgesamt 100 geförderten Mietwohnungen für temporäres Wohnen. Die fußläufige Erschließung verläuft mittig über das Grundstück. Die einzelnen Gebäude werden durch offene Stiegenhäuser und Laubengänge zwischen den Gebäuden erschlossen. Es gibt keine Aufzüge in den Stiegen, das Nachrüsten mit einem Lift ist jederzeit ohne Umbaumaßnahmen möglich. Aufgrund der modularen Bauweise werden die Wohnungen mittels Elektro-Einzelheizungen und Infrarotpaneelen beheizt.

Das Wohnungsangebot umfasst Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit durchschnittlichen Größen von rund 30 bis 100 m². Drei Wohnungen im Erdgeschoß werden barrierefrei ausgeführt. Ein Großteil der Wohnung wird als Zwei- und Drei-Zimmer-Variante konzipiert. Perfekt für junge Erwachsene, Singles und Jungfamilien mit geringen finanziellen Mitteln. Die Wohnmodule verfügen über raumhohe Fenster, Duschen und Laminatböden. Eine Küche kann mit freiwilliger Zusatzvereinbarung für € 0,66/m² angemietet werden. Die monatlichen Kosten betragen dann € 7,49/m². Mietergärten mit Terrassen gibt es in den Erdgeschoß-Wohnungen. 

Zwischen mehreren Grün- und Freiflächen gibt es einen großen Vorplatz mit Gemeinschaftsgarten, Spielplatz, Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Geplant ist auch ein Gemeinschaftsraum, diesem ist der Waschsalon, ein barrierefreies WC und im Freibereich der Kleinkinderspielplatz zugeordnet. Bei Schlechtwetter kann der Gemeinschaftsraum als Spielraum verwendet werden. Bereits im Vorfeld wurde mit den Bauträgern der Nachbarbauplätze ein Mobilitätskonzept entwickelt. Vorgesehen ist die Errichtung einer gemeinsam abgestimmten Mobilitätszone.

Durch die versetzte Anordnung der einzelnen Baukörper entsteht ein durchgängiger „Grünzug“ zwischen den Häusern. Genutzt werden diese Bereiche als allgemeine Grün- und Freiflächen mit unterschiedlicher Ausgestaltung und verschiedenen Nutzungen wie Sonnendecks oder Spielbereiche. So entsteht ein vielfältig nutzbares, semiöffentliches Areal, das Ruhe-, Sport- und Spielbedürfnisse aller Generationen in einem gemeinsamen freien Raum vereint. In der Erdgeschoß-Zone befindet sich auch ein Gemeinschaftsraum mit barrierefreiem WC, Küche und Verbindung zum Gemeinschaftsbereich im Hof. Ein Jugendraum, mit Verbindung zur Gemeinschaftsterrasse mit Tribüne und Ballspielbereich, bietet Platz und Möglichkeiten für die jüngeren BewohnerInnen. Mehrere Hochbeete für Urban Gardening runden das Angebot ab.

Neben Kinderwagen- und Fahrradabstellräumen gibt es insgesamt 150 Fahrradabstellplätze. PKW-Abstellmöglichkeiten werden am benachbarten Grundstück zur Verfügung gestellt.

Lage und Infrastruktur

Das Projekt liegt in der Nähe des Ortskerns von Breitenlee, zwischen Podhagskygasse und Pfalzgasse, Nähe Badeteich Hirschstetten bzw. östlich vom Gewerbepark Stadlau. Der Anschluss an die S2 bzw. A23 ist über die Breitenleer Straße gegeben. Auch öffentlich ist das Areal mit den Buslinien 95A und 97A (zur U2/S-Bahn/Hausfeldstraße und U2/Aspern Nord bzw. Mühlwasser) gut zu erreichen. Die U2-Station Aspern Nord ist rund 15 Minuten Fußweg entfernt.

Nicht allzu weit entfernt von der Anlage befinden sich Lebensmittelmärkte und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Umfangreichere Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Gewerbepark Stadlau oder auch im Donauzentrum. Auch verschiedene Schulen und Kindergärten sind in der Nachbarschaft zu finden. So zum Beispiel ein Kindergarten der Stadt Wien in der Pirquetgasse 6a. Weitere Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitmöglichkeiten und Bildungseinrichtungen gibt es in aspern Seestadt. Das Ärztezentrum Breitenlee mit Apotheke liegt am Arnikaweg und sorgt für eine gute medizinische Versorgung in der Nachbarschaft.

Die Lage am Stadtrand hält ein umfangreiches Freizeitangebot bereit. Der Badeteich Hirschstetten sowie die Lobau laden zum Erholen und Entspannen ein. Für sportliche Aktivitäten bieten sich die Sportanlage Donaustadt, der Motorikpark sowie Radwege in der näheren Umgebung an. Zusätzlich lockt das Donauplex/Donauzentrum mit vielen Kino- und Entertainmentangeboten.

Kosten

Für die 100 geförderten Mietwohnungen aus dem Sofortprogramm betragen die monatlichen Kosten rund € 6,83/m².

Die Einbauküche kann mit freiwilliger Zusatzvereinbarung für € 0,66/m² angemietet werden. Die monatlichen Kosten betragen dann € 7,49/m².

Für die Wohnungen ist kein Eigenmittelanteil erforderlich. Drei Monatsmieten Kaution sind zu hinterlegen.


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