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Mehr, schneller, preiswert und nachhaltig - die Wiener Wohnbau-Offensive

Mit 10.000 Wohnungen jährlich - davon 7.000 alleine im geförderten Bereich - ist die Neubauleistung in Wien auf einem kontinuierlich hohen Niveau. Um diese Neubauleistung zu halten und mittelfristig auch noch zu steigern, startet die Stadt Wien nun eine zusätzliche Wohnbau-Offensive.

"Mit einer weiteren Bodenmobilisierung und insbesondere durch die zügigere Abwicklung von Widmungs- und Bauprozessen sowie Verfahrensvereinfachungen wollen wir Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen erreichen", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. "Wir erreichen so deutlich mehr Flexibilität und werden schneller mehr preiswerte Wohnungen errichten können. WIr schaffen damit Wohnraum für die Wiener Bevölkerung. Wohnraum, den sich die Wienerinnen und Wiener auch leisten können."

Mehr, schneller, preiswert und nachhaltig
Ziel ist es, neben der Effizienzsteigerung das Neubauvolumen ab 2017 um gut 30% zu steigern. Das bedeutet jährlich 13.000 Wohnungen, davon 9.000 aus dem geförderten Bereich. Zusätzlich wird die Zahl der neuen Gemeindewohnungen bis zum Jahr 2020 auf 4.000 verdoppelt.

Die wesentlichen Neuerungen der Wohnbau-Offensive:

MEHR - Zusätzlich Projekte und zusätzliche Wohneinheiten

  • Deutliche Steigerung der Neubauleistung um 30 Prozent von derzeit insgesamt 10.000 Wohneinheiten im Jahresdurchschnitt ab dem Jahr 2017
  • Deutliche Erhöhung der Quantität durch die Verdoppelung auf 4.000 Gemeindewohnungen in der laufenden Periode
  • Start eines Sofortprogrammes mit 1.000 Wohnungen in Holzbauweise gemäß einem noch zu novellierenden §71c BO für Wien auf Liegenschaften der Widmungen Verkehrsband und Betriebsbaugebiet bzw. Arealen mit Bausperren.

SCHNELLER - Verkürzung von Verfahren und raschere Realisierung

  • Optimierung von Verfahrensabläufen in Wohnbau und Planung, effizientere Gestaltung und Abbau von Hindernissen. Vom Bauträgerwettbewerb bis zur Wohnungsübergabe vergehen zukünftig im Regelfall maximal 32 Monate! Das entspricht einer Verkürzung um vier Monate!
  • Verkürzung der Bauträgerwettbewerbe um zwei Monate.
  • Bauträger werden zur Inanspruchnahme von Finanzierungsangeboten der Wohnbau-Investitionsbank (WBIB) des Bundes motiviert und können bei positiver WBIB-Bewertung um zusätzliche Wohnbauförderung der Stadt Wien ansuchen. In diesem Zusammenhang kann die Befassung des Grundstücksbeirates entfallen.
  • Der Wohnbauförderungsbeirat entfällt und bringt ein weiteres Monat an Zeitgewinn.
  • Beschleunigung der Widmungsverfahren und Verkürzung der Verfahrensdauer. Bereits fachjurierte Wohnhausprojekte müssen nicht mehr dem Fachbereit für Stadtplanung und Stadtentwicklung vorgelegt werden. Zeitgewinn: zwei Monate.

PREISWERT - Eindämmung der Planungs- und Errichtungskosten

  • Deckelung der Kosten der Freiraumgestaltung
  • Optimierung der nicht ganzjährig genutzten und nachgefragten Gemeinschaftseinrichtungen
  • Anpassungen der Wiener Förderrichtlinien bringen Kostenreduktionen bei Wärmeschutz und Fenster.
  • Anpassung der Stellplatzverpflichtung und nachfrageorientierten Errichtung von kostengünstigen Stellplätzen durch die Bauträger sowie bedarfsgerechter Fahrradabstellräume.

NACHHALTIG - Zielgerichtet, aufeinander abgestimmt und mit Mehrwert

  • Zusätzliche Grundstücks- und Flächenmobilisierung durch die konsequente Umsetzung der Immobilienstrategie der Stadt Wien
  • Neustrukturierung der bisherigen Infrastrukturkommission als Lenkungs- und Steuerungsgremium sowie die Bereitstellung der notwendigen Mittel für soziale und technische Infrastruktur
  • Die Bezirksvertretungen als wichtige Partner werden bei Entscheidungen zur Infrastruktur in ihrer Verantwortung im Gesamtinteresse der Stadt Wien bestärkt.

Das Wiener Wohnbauprogramm bildet eine wesentliche Grundlage um die Herausforderungen, die das Wachstum Wien mit sich bringt, durch gemeinsame Kraftanstrengungen zu bewältigen. "Wir schaffen damit erschwinglichen Wohnraum für die Wienerinnen und Wiener. Dabei hat auch die Fortführung des erfolgreichen Wiener Wegs der sozialen Durchmischung Vorrang", so Ludwig abschließend.


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