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Neu Leopoldau: Wohnen, Arbeiten und viel Grün am ehemaligen Gaswerk-Areal

Auf einer Fläche von rund 13,5 Hektar am insgesamt 42 Hektar großen Areal des ehemaligen Gaswerks Leopoldau in Wien Floridsdorf entsteht einer neuer, lebenswerter Stadtteil. Insgesamt werden in den kommenden Jahren rund 1.400 Wohnungen - davon rund 1.000 gefördert - mit Nahversorgung und sozialer Infrastruktur, 70.000 Quadratmeter Gewerbeflächen und viel Grünraum entstehen. 1.000 Wohneinheiten werden unter dem Motto „Junges Wohnen“ von der Stadt Wien gefördert. In mehreren der 17 denkmalgeschützten Bestandsgebäude sind Ateliers und Werkstätten für kleinteiliges Gewerbe und Kreative geplant.

Im Zuge der Produktion, der Auflassung der Anlagen des ehemaligen Gaswerks und durch Kriegseinwirkungen kam es auf dem Altstandort zu Verunreinigungen des Untergrundes. Die Fläche wurde von den Wiener Netzen aufwändig untersucht und gilt laut Umweltbundesamt als gesichert.

Aufwändige Grundwassersicherung und chemische Bauaufsicht

„Für AnrainerInnen und künftige BewohnerInnen besteht absolut kein Grund zur Sorge. Die Altlast Gaswerk Leopoldau wurde längst vom Umweltbundesamt als gesichert deklariert und es wurden schon vor Jahren Dutzende Bodenproben genommen und aufwändige Sicherungsmaßnahmen gesetzt. Alle anderslautenden Behauptungen sind nachweislich falsch“, betont der Geschäftsführer der Neu Leopoldau Entwicklungs GmbH, Peter Ruso. „Selbstverständlich wird bei den noch heuer beginnenden Bauarbeiten durch den Einsatz einer chemischen Bauaufsicht sichergestellt, dass sämtliche Risiken für jetzige und künftige AnrainerInnen und für die Umwelt ausgeschlossen werden.“

Von 2004 bis 2006 wurde der Altstandort abgesichert. Insgesamt wurden rund 25.000 Tonnen Beton und Stahlbeton abgebrochen, 1.200 Meter Rohrleitung und 500 Meter Gleise rückgebaut sowie 55.000 Tonnen Untergrund und 10.000 Tonnen Bauschutt ausgehoben und weggeführt. Rund 5.000 Tonnen davon wurden als nicht deponierbares Material entsorgt. Die offenen Gruben wurden im Anschluss mit rund 70.000 Tonnen angeliefertem Material wiederverfüllt. Danach wurden die Doppelkammerdichtwand und die Sperrbrunnenreihe abgesichert. Diese Altlastensicherungsanlage wird auch in Zukunft in Betrieb sein und ständig überprüft.

Großflächiger Austausch des Bodens

Zudem entstehen im Zuge der Hochbautätigkeiten in Summe mehr als 40 neue Gebäude auf 13 Bauplätzen. Durch diese Hochbautätigkeit und die damit einhergehenden Aushubtätigkeiten kommt es zu einem großflächigen Austausch des Bodens. Nach Abschluss der Hochbautätigkeiten erfolgt die Gestaltung der Außenflächen zwischen den Baukörpern und die Ausgestaltung des in Summe 8.151 m² großen Parks. Dabei kommt es ebenfalls zum Bodenaustausch. Nach Beendigung des Projektes kann davon ausgegangen werden, dass die gesamte Oberfläche im Gebiet neu hergestellt und ausgetauscht wurde.


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