Zum Inhalt

Sanierungsstart für Gasexplosionshaus Mariahilfer Straße 182

Am Montag, 20.6.2016, starten die Sanierungsarbeiten für jenes Wohngebäude an der Oberen Mariahilfer Straße, das 2014 durch eine Gasexplosion schwer beschädigt wurde. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig machte sich kürzlich selbst ein Bild vom bisherigen Baufortschritt.

Mittlerweile konnten die aufwändigen Arbeiten am Fundament des Hauses abgeschlossen werden. Nachdem die festen Bodenschichten erst in 7 Metern Tiefe beginnen, musste der Unterbau des Gebäudes massiv verstärkt und mit mehr als 260 Stahlpfeilern gesichert werden. „Die Sanierung des Gasexplosionshauses zählt zu den schwierigsten Aufgaben, die in der Wiener Stadterneuerung je in Angriff genommen wurden. Die Stadt investiert 2,7 Millionen Euro, um das historische Gebäude zu retten und den Bewohnerinnen und Bewohnern die Rückkehr in ihr Zuhause zu ermöglichen“, so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Zwei Geschosse und das Dach des Wohnhauses sind bei der verheerenden Explosion im April 2014 eingestürzt. Nun wird es neu und verbessert wieder aufgebaut.

„Der Wiederaufbau ermöglicht umfassende Maßnahmen für eine neue Wohnqualität mit Grünflächen und Terrassen auf allen Ebenen“, unterstrichen Architekt Günther Trimmel und Projektleiterin Isabella Wall von AKP Architekten Kronreif_Trimmel & Partner. Das Architekturbüro wurde bereits mehrfach für Stadterneuerungsprojekte ausgezeichnet und gilt als Spezialist für schwierige Sanierungen.

Bester Wohnkomfort in erneuertem Gründerzeithaus

Das Wohnhaus wird nachhaltig thermisch saniert, der DG-Ausbau erfolgt im Passivhausstandard.
Die Maßnahmen im Überblick:

  • Strukturverbesserung: Teilabbrüche der Hoftrakte – so entsteht Raum für einen gemeinsamen begrünten Innenhof sowie Wohnungsterrassen. Darüber hinaus wird dadurch für eine bessere Belichtung des Wohnungsbestands gesorgt

  • Standardanhebung und Zusammenlegung von Wohnungen (Wohnungen in der Größe von 50 bis 100 m2 nach der Sanierung)

  • Dachgeschossausbau: Durch 9 neue Wohnungen (Größen: 40 bis 100 m2), die teilweise mit Terrassen ausgestattet sind, kann der durch die Explosion und die Teilabbrüche verloren gegangene Wohnungsbestand weitgehend ersetzt werden

  • Umfassende Wärmedämmmaßnahmen, Einbau von Schallschutzfenstern

  • Herstellung eines Kinderwagen- und Fahrradabstellraumes, eines Müllraumes sowie von Balkonen

  • Einbau einer Hauszentralheizung mit Warmwasseraufbereitung (Fernwärme)

  • Einbau einer Solaranlage zur Unterstützung der Warmwasserversorgung

  • Zubau eines Personenaufzugs in behindertengerechter Ausführung

  • Schaffung von 11 Stellplätzen in einer ebenerdigen Garage, deren Dach begrünt und als gemeinsamer Innenhof genützt werden wird

Montag, 20.6.2016, beginnt - nach aufwändigen Arbeiten am Fundament des Hauses - die eigentliche Sanierung. Im Bild: Stadtrat Michael Ludwig mit Projektleiterin Isabella Wall und Architekt Günter Trimmel, AKP Architekten.

Weitere Eckdaten

28 Wohnungen (vorher: 29) sowie 2 Lokale wird das Gebäude nach seiner Generalsanierung beherbergen.
6 BewohnerInnen sowie 2 frühere GeschäftsmieterInnen werden in das Haus zurückziehen.
Die restlichen Wohnungen werden neu vermietet, ein Drittel davon über die Wohnberatung Wien.
Die Brutto-Mieten der Wohnungen werden bei ca. 7,50/ m2 bis ca. 9,50/ m2 (Dachgeschosswohnungen) liegen.
Die Generalsanierung des Gebäudes wird insgesamt 6,1 Mio. Euro kosten, 2,7 Mio. Euro schießt die Stadt an Förderung zu.
Mit dem Abschluss der Sanierung ist im Dezember 2017 zu rechnen.


Zur Hauptnavigation