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Studie belegt hohe Wohnzufriedenheit im Sonnwendviertel

Das Sonnwendviertel beim Hauptbahnhof wird im Endausbau rund 5.500 Wohnungen für insgesamt 13.000 Menschen bieten. Die ersten von der Stadt Wien geförderten Wohnungen wurden bereits Ende 2013 bezogen. Eine von der Wohnbauforschung der MA 50 beauftragte Studie Wiens untersuchte die Wohnzufriedenheit, die Qualität der Nachbarschaft sowie die Gestaltung und Nutzung des Wohnumfelds. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Favoritens Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Josef Kaindl stellten heute, Freitag, die Ergebnisse der Studie vor.

Befragt wurden BewohnerInnen der sieben Siegerprojekte des ersten Bauträgerwettbewerbs mit insgesamt 1.162 Wohnungen. Durchgeführt wurde die Studie vom Österreichischen Institut für Nachhaltige Entwicklung. An der ausführlichen Online-Befragung nahmen 379 MieterInnen teil. Die Projektlaufzeit war von August bis Dezember 2015.

Im wienweiten Vergleich ist das Sonnwendviertel ein Quartier mit junger Bevölkerung. Der Anteil der über 45-Jährigen beträgt 15 Prozent (wienweit 43%).

„Im geförderten Wiener Wohnbau steht neben der Leistbarkeit auch die bedarfsgerecht Wohnqualität, die unterschiedlichsten individuellen Ansprüchen gerecht wird, im Fokus. Außerdem werden die Anlagen so geplant, dass sie die bestmöglichen Voraussetzungen bieten, um das nachbarschaftliche Miteinander und die Gemeinschaftsbildung zu unterstützen. Wie auch die Studie belegt, ist es gelungen, diese Qualitäten auch im Sonnwendviertel zur Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner umzusetzen“, unterstreicht Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

„Die Entwicklung im Sonnwendviertel wird von den Bewohnerinnen und Bewohner und auch von der Bezirksvertretung äußerst positiv betrachtet. Einige Eckpunkte, wie die Fertigstellung des Helmut-Zilk-Parks, die Verbindung in den 3. Bezirk über die beiden Brücken sowie die attraktivere Anbindung an die Fußgängerzone warten noch auf Verwirklichung. Diese Maßnahmen werden zu einer weiteren Steigerung der hohen Wohn- und Lebensqualität führen“, so Josef Kaindl, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter in Favoriten, überzeugt.

Höchste Zufriedenheit mit Wohnung und Wohnumfeld

88,0 Prozent der Befragten geben an, mit ihrer Wohnung sehr oder eher zufrieden zu sein. Ebenfalls die überwältigende Mehrheit unterstreicht mit 79,1 Prozent mit der Wohnhausanlage zufrieden zu sein, für die Wohngegend trifft das für 76,6 Prozent zu. 77,5 Prozent der Befragten geben an, dass die Wohnungen leistbar sind.

Nachbarschaft und Kommunikation

Mehr als die Hälfte (53%) der Befragten hat mit zwei bis vier benachbarten Haushalten Kontakt, 38% mit mehr als fünf Haushalten und neun Prozent mit nur einem Haushalt. 42% der Befragten zeigen sich mit der derzeitigen Intensität der Nachbarschaft zufrieden, 58% wünschen sich jedoch intensiveren Kontakt. Zwei Drittel (66%) der Befragten unterhalten sich mit MitbewohnerInnen. Mit einer oder mehreren Personen in der Nachbarschaft richtig gut befreundet zu sein, bejahten 31%. Ein Fünftel (20%) hilft gelegentlich oder regelmäßig in der Nachbarschaft aus. 19 Prozent gaben an, nur wenig oder gar keinen Kontakt zu andern zu pflegen.

Mit der Qualität der Kommunikation im Sonnwendviertel zeigen sich 68 Prozent der Befragten zufrieden. Um mit der Nachbarschaft selbst in Kontakt zu treten, nutzen ebenfalls 68 Prozent die direkte Ansprache, gefolgt von Facebook-Gruppen (40%), Online-Foren (30%), Aushängen (21%) oder persönlichen E-Mails (14%).

Gestaltung und Nutzung des Umfelds

Am häufigsten werden von den Befragten Möglichkeiten der Mitgestaltung bei Grünflächen sowie bei der Ausstattung und Gestaltung der Gemeinschaftsräume genannt. Konkret beteiligt haben sich 43% der Befragten an der Gestaltung des Wohnumfelds, auch hier vor allem bezüglich der Gestaltung und Ausstattung der Gemeinschaftsräume. Bezüglich der Gestaltung des Wohnumfelds gehen aus Sicht der Befragten (64%) die meisten Initiativen von den BewohnerInnen selbst aus.

Die Mitgestaltung bei Grünflächen ist 40 % der Befragten bekannt, die Entscheidung über die Nutzung und die Ausstattung der Gemeinschaftsräume 37%, deren Gestaltung 35%. Seltener wurden das Dekorieren bei Festen mit 29% und das Bestimmen der Nutzungsregeln von Gemeinschaftsräumen mit 27% als Möglichkeit der Mitgestaltung genannt. 41 % geben an, dass Ihnen keine Mitgestaltungsmöglichkeiten bekannt sind.

Bezüglich der vorhandenen Einrichtungen bzw. Infrastruktur im Sonnwendviertel werden von mehr als 85 % der Befragten Schulen und Kindergärten, die Fahrradinfrastruktur, die Fitnessmöglichkeiten und die Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel als ausreichend empfunden.

Stadtteilmanagement Sonnwendviertel

Das Stadtteilmanagement Sonnwendviertel begleitet die Entstehung neuer Nachbarschaften. Es fungiert als Treffpunkt für die BewohnerInnen und bietet Informationen über die laufenden Entwicklungen sowie ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und Veranstaltungen. Die Einrichtung der Gebietsbetreuung Stadterneuerung fördert die Verschmelzung von Alt und Neu in baulicher, funktionaler und sozialer Hinsicht. Die Begleitung von Stadtteilinitiativen trägt zusätzlich dazu bei, dass partizipativ ein attraktiver und belebter Stadtteil gestaltet wird.


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